Meist müssen erst einmal Auskünfte eingeholt werden, bei Erben/Miterben/Hausgenossen/Erbschaftsbesitzern etc.. Erst danach können eigene Ansprüche
(z. B. auf einen Pflichtteil) beziffert werden. Lässt sich dann nicht einvernehmlich eine Lösung herbeiführen, müssen Ansprüche auch gerichtlich durchgesetzt werden.

Bei der Auseinandersetzung von Erben können z. B. auch Teilungsversteigerungen eine Rolle spielen. Ein Anwalt sollte daher von Beginn an sehr umfänglich beraten und möglichst alle denkbaren Entwicklungen einbeziehen.

Natürlich kommt es auch vor, dass der Nachlass dem Erben nichts Gutes bringt. Die Verbindlichkeiten überwiegen und eine Haftungsbeschränkung ist herbeizuführen. Hierfür gibt es einige Möglichkeiten, je nach Einzelfall ist mal das eine, mal das andere ratsam. Bedenken Sie z. B. was passiert, wenn Sie eine Erbschaft ausschlagen. Wenn Sie minderjährige Kinder haben, dann müssen Sie in Kürze das gleiche für diese tun. Und so kann ein überschuldeter Nachlass in der Familie herumgereicht werden - was vielleicht keiner wirklich will.